Seebrücke - Aktionsgruppe Freiburg

Warum Bündnis Seebrücke? Deshalb: ARD Monitor vom 5.7.2018

Anfang Juli 2018 hat sich in Freiburg eine Aktionsgruppe des Bündnisses Seebrücke gegründet.

Wenn du dich mit uns für die Seenotrettung im Mittelmeer und für sichere Häfen in Europa einsetzen willst, komm zu unseren Treffen.

Wir treffen uns jeden Montag um 19:00 in den Räumen des iz3w (Informationszentrum 3. Welt),
Kronenstr. 16a (Hinterhaus), 79100 Freiburg.

Wenn du nicht zu einem Treffen kommen kannst, dich aber trotzdem engagieren willst, nehmen wir dich gerne in unseren Verteiler auf. Schreibe eine Email an mail@seebruecke-freiburg.de.

Aktuelles

14.8.2018: Die Open Arms, das Rettungsschiff der spanischen Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) Proaktiva Open Arms, durfte heute wieder auslaufen. Sie war zuvor im spanischen Hafen von Algeciras festgehalten worden. Soweit bekannt ist sie neben der Aquarius das einzige zivile Rettungsschiff, das zur Zeit im Mittelmeer unterwegs ist. [Meldung ard]

14.8.2018: Schon am vergangenen Freitag hatte die Aquarius im Mittelmeer vor der Küste Libyens 141 Menschen aus Seenot gerettet. Nach tagelangem Hin und Her darf sie nun einen der Häfen Maltas anlaufen. Die Geretteten stammen überwiegend aus Somalia und aus Eritrea. Die Hälfte von ihnen ist minderjährig. Die geretteten Menschen sollen von Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Portugal und Spanien aufgenommen werden. [Meldung ard; Meldung n-tv]

5.8.2018: Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) hat am 31.7.2018 ein Positionspapier zu Seenotrettung und Flüchtlingsschutz veröffentlicht. Das DIMR ist die unabhängige nationale Menschenrechtsinstitution Deutschlands und wird vom Deutschen Bundestag finanziert. Das DIMR weist eindringlich auf die rechtliche Pflicht zur Seenotrettung hin und warnt davor, dass die Europäische Union sich durch die Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache der Beihilfe zu Menschenrechtsverletzung schuldig macht. [Meldung DIMR]

4.8.2018: Der Sonderbauftragte des Flüchtlingshilfswerks der Vereinaten Nationen (UNHCR) für das Mittelmeer, Vincent Cochetel, hat die Anrainersaaten des Mittelmeers aufgerufen, den Kapitänen von Schiffen, die Flüchtlinge aus Seenot retten, die Sicherheit zu geben, dass die Geretteten aufgenommen werden. Das alte Prinzip, dass Menschen in Seenot gerettet werden müssen, müsse geschützt werden. Wörtlich sagte Cochetel: “With so many lives at stake, it’s vital that we give shipmasters confidence that they will be able to dock rescued passengers, and thereby ensure that the long-standing principle of rescuing people in distress at sea is protected.” [Meldung UNHCR]

3.8.2018: Die Seawatch 3 liegt seit fast einem Monat vor Malta fest, weil die maltesischen Behörden sie am Auslaufen hindern. Als Grund geben die Behörden vor, das Schiff sei nicht ordnungsgemäß registriert. Jetzt hat die niederländische Regierung die ordnungsgemäße Registrierung bestätigt. Dennoch hält Malta die Seawatch 3 weiter fest. [mdr-Nachrichten]

1.8.2018: Wir freuen uns, dass die Aquarius wieder in See sticht! Die Organisatation SOS Mediterranee hat dazu eine Erklärung abgegeben, die von Robert Habek, Herbert Grönemeyer, Katja Kipping, Udo Lindenberg, Gesine Schwan, Claudia Roth, Andrea Ypsilanti, Juliette Binoche, Thomas Piketty, Sonja Buckel und vielen anderen Menschen aus Europa unterzeichnet wurde.

4.8.2018 – Day Orange in Freiburg

Am heutigen Samstag war Day Orange – in Freiburg und in vielen Städten. Viele Menschen in vielen Städten haben für Seenotrettung und Menschenrechte Farbe bekannt.

Lasst Rettungsschiffe fahren!

Solidarisiert euch!

Werdet sichtbar!

Kundgebung in Freiburg am 21.7.2018

"Hätte ich die Menschen ertrinken lassen, hätte man mich nicht vor Gericht gestellt."

Kundgebung mit Claus-Peter Reisch, Kapitän der Lifeline , am 21.7.2018 in Freiburg auf dem Platz der alten Synagoge

Die Lifeline hatte Anfang Juli 2018 Wochen 234 Flüchtlinge vor der libyschen Küste gerettet und war danach tagelang über das Mittelmeer geirrt, weil Italien und Malta zunächst ein Anlegen verweigerten. Schließlich durfte das Schiff in Malta anlegen, wurde aber von den Behörden beschlagnahmt, s. z.B.: tagesschau.de/ausland/lifeline-kapitaen-101.html

Claus-Peter Reisch berichtete in Freiburg von den Einsätzen den Lifeline und von dem aktuellen Gerichtsverfahren, das maltesische Behörden unter fadenscheinigen Gründen gegen ihn angestrengt haben. Rede Claus-Peter Reisch (Audio)

Die Historikerin Großmann erinnerte an die Konferenz von Évian. Vom 6.bis zum 15.7.1938 diskutierten 32 Staaten und 24 Hilfsorganisationen die Situation der Menschen, die aus Deutschalnd flohen, weil sie als Jüdinenn und Juden verfolgt wurden. Nur die Dominikaniosche Republik war bereit, Flücjtlinge aus Deutschalnd aufzunehmen.

Georg Albiez, der als Arzt auf der Lifeline mitfuhr, berichtete von der furchtbaren Situation in Libyen.

Roland Rosenow erinnerte daran, dass die Grundrechtecharta der Europäischen Union und die Europäische Menschenrechtskonvention des Europarates die Staaten Europes dazu verpflichten, zu tun, was ihnen möglich ist, um die menschengemachte Katastrophe im Mittelmeer sofort zu beenden. Rede Roland Rosenow (Text)

Bericht Badische Zeitung

 

Demonstration in Freiburg 14.7.2018

"Eins zwei drei - lasst die Schiffe frei"

Am 14.7.2018 haben etwa 2.000 in Freiburg für Seenotrettung im Mittelmeer demonstriert. Sie forderten:
Lasst die Rettungschiffe fahren! Schafft sichere Häfen in Europa!

Auf Transparenten waren u.a. die Slogans zu sehen:

Wir haben keine Asylkrise - wir haben einen Horst.

Seenotrettung ist kein Verbrechen.

Sei kein Horst!

Stoppt das Sterben – nicht die Rettenden!

Rettung zulassen!

Und ich dachte, unterlassene Hilfeleistung sei strafbar.

Europäische Werte?

Die Würde der Grenze des Menschen ist unantastbar.

Rote Karte für Seehofer!

Im Mittelmeer ertrinkt auch unsere Menschlichkeit.

Bericht in Der Sonntag

Unterstütze die Bewegung

Sprich über das Bündnis Seebrücke. Erzähle allen davon!

Zeige die Farbe Orange. Mach die Bewegung sichtbar!

Nutze deine Website, deinen Emailverteiler, deinen Facebookaccount, um zu zeigen, dass du die Bewegung unterstützt!

Nimm an einer Aktion teil - aktuelle Aktionen in anderen Städten unter seebruecke.org

 

Hintergrund

Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität. Migration ist und war schon immer Teil unserer Gesellschaft! Statt dass die Grenzen dicht gemacht werden, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte, und sichere Häfen.

Die SEEBRÜCKE ist eine internationale Bewegung, getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und fordern von der deutschen und europäischen Politik sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind.