: Kundgebung am 12.3.2020

Am Donnerstag, den 12.3.2020 um 19:00 fand auf dem Platz der alten Synagoge in Freiburg eine weitere Kundgebung statt. Trotz Regens und der aktuellen Corona-Problematik nahmen rund 100 Menschen teil, um gegen die schweren Menschenrechtsverletzungen zu protestieren, die zur Zeit an der Grenze von Griechenland zur Türkei geschehen.

: Situation an der griechisch-türkischen Grenze – aktuelle Aktionen

An der Grenze Griechenlands zur Türkei, der Außengrenze der Europäischen Union, geschehen furchtare Dinge. Menschen auf der Flucht werden von dem Grenzschutz Griechenlands abgewehrt, als handele es sich um Angreifer. Griechenland bekennt sich offen dazu, das Grundrecht auf Schutz und Asyl zu missachten und wird dabei von vielen Ländern der EU, auch von Deutschland, und von der Präsidentin der EU unterstützt.

Die Grenzpolizei setzt Tränengas gegen schutzlose Menschen, auch gegen Kinder, ein. Es wurde mit scharfer Munition auf Geflüchtete geschossen. Mindestens zwei Todesopfer sind dokumentiert. Die griechische Grenzpolizei nimmt Menschen, die Griechenland erreichen, alles weg, sogar ihre Kleidung, und jagt sie nackt und schutzlos zurück ins Niemandsland zwischen Griechenland und der Türkei.

Wir sind entsetzt und empört.
Wir nehmen es nicht hin, dass die Europäische Union gegen elementare Menschenrechte verstößt.
Wir erklären unsere Solidarität mit den Geflüchteten an der Grenze zwischen Griechenland und der Türkei.

Kundgebung und Demonstration am 7. März 2020

Am Mittwoch, dem 3. März 2020, besichtigte die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, aus dem Hubschrauber die Not der Menschen an der Grenze Griechenlands zur Türkei und dankte Griechenland dafür, "der europäische Schild" gegen Menschen in Not zu sein. Zugleich bekannte sich Griechenland ohne jede Scham dazu, grundlegende Rechte wie das Verbot der Push-Backs im großen Stil zu brechen.

Für Samstag, den 7. März 2020, rief die Seebrücke Freiburg zu einer Kundgebung auf dem Platz der alten Synagoge auf. Mehr als 600 Menschen nahmen teil und machten klar, dass das Europa, für das Ursula von der Leyen steht, nicht unser Europa ist. Was der griechische Staat an der Grenze zur Türkei tut, geschieht nicht in unserem Namen.

Anja Alexandersson brachte die Forderungen der Seebrücke Freiburg in ihrer Rede auf den Punkt [Download Redetext].

Im Anschluss zog die Versammlung spontag durch die Bertoldstraße und die Kaiser-Joseph-Straße bis zum Europaplatz und demonstrierte für ein Europa der Menschenrechte. Manche der Passanten in der Innenstadt applaudierten dem Demonstrationszug.

Kundgebung am 3. März 2020

Am Dienstag, den 3. März 2020 hat die Seebrücke Freiburg zu einer Kundgebung aufgerufen, die am Abend um 19:00 auf dem Platz der alten Synagige stattfand. Obwohl der Aufruf erst am Morgen verschickt worden war, nahmen mehr als 300 Menschen teil und brachten ihren Protest gegen die Abschottungspolitik der Europäischen Union und ihre Solidarität mit den Menschen an der griechisch-türkischen Grenze zum Ausdruck.

: Aktionstag am 8. Februar: Wir haben Platz!

In griechischen Lagern leben mehr als 4.000 besonders schutzbedürftige unbegleitete Minderjährige unter katastrophalen Bedingungen. Eine Evakuierung dieser jungen Menschen ist aus humanitären Gründen dringend geboten.

Die Seebrücken in der Bundesrepublik Deutschland rufen deshalb für den 8. Februar zu einem bundesweiten Aktionstag auf. Wir von der Seebrücke Freiburg werden am Samstag, 08. Februar ab 10.00 Uhr vor dem Büro des Freiburger CDU-MdB Matern von Marshall mit Zelten und Schlafsäcken auf die Situation der jungen Menschen in Not hinweisen. Obwohl viele Kommunen ihre Aufnahmebereitschaft signalisiert haben, haben die Regierungsfraktionen im Bundestag am Donnerstag einen Antrag abgelehnt, die unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten in Deutschland aufzunehmen.  Wir fordern unsere Vertreterinnen und Vertreter und die politischen Entscheidungsträger in Berlin auf, der humanitären Verantwortung eines demokratischen Landes in der Mitte Europas nachzukommen und die jungen Menschen aufzunehmen. Herrn von Marschall haben wir gebeten, sich zu einem Gespräch mit uns bereit zu halten.

Bitte unterstützt uns und kommt zahlreich am Samstag, 08. Februar um 10.00 Uhr in die Eisenbahnstraße in Freiburg. Bringt Zelte und Schlafsäcke mit! Bitte zeigt mit uns: Wir haben Platz!

Erzählt Euren Freunden und Bekannten von der Aktion oder teilt die Veranstaltung bei Facebook.

Vielen Dank!

: Vortrag "Seenotrettung und die rechtliche Situation Geflüchteter auf dem Mittelmeer" am 19.11.2019

Am Dienstag, den 19.11.2019 um 19.00 Uhr wird Frau Dr. Roja Sangi, Rechtsanwältin für Europa- und Völkerrecht, im Kollegiengebäude 3, Hörsaal 3118 einen Vortrag zum Thema "Seenotrettung und die rechtliche Situation Geflüchteter auf dem Mittelmeer" halten. Im Anschluss wird es die Möglichkeit zum Austausch geben.

Wir freuen uns sehr darüber, dass wir Frau Dr. Sangi für diesen Vortrag gewinnen konnten, und hoffen auf Euer zahlreiches Erscheinen!

: Filme im Oktober

Mittwoch, 16.10.2019 um 18.00 Uhr im Friedrichsbau Kino Freiburg
In einer Kooperation mit dem DRK-Suchdienst und dem Friedrichsbau Kino Freiburg zeigt die Seebrücke Freiburg den Film "The Remains - Nach der Odyssee". Im Anschluss an den Film gibt es die Möglichkeit zur Diskussion mit VetreterInnen der Seebrücke Freiburg und des DRK-Suchdienstes. Tickets gibt es hier.

Donnerstag, 24.10.2019 um 19 Uhr
Im Rahmen der kritischen Einführungstage (KrETa) für neue Studierende an den Freiburger Hochschulen zeigt die Seebrücke "Die Mission der Lifeline" (Hermann-Herder-Str. 9, Raum 01 020 C). Auch hier wird es anschließend eine Möglichkeit zur Diskussion geben.

Die Seebrücke wird außerdem beim "Markt der Möglichkeiten" am 18. Oktober, ebenfalls im Rahmen der Erstsemester-Einführung, mit einem Stand vertreten sein.

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher und engagierte Diskussionen!

: Eleonore im Hafen, Alan Kurdi und Mare Ionio noch immer auf See

Die Eleonore, das Schiff von Mission Lifeline, hat soeben im Hafen von Pozallo, Sizilien angelegt. Mission Lifeline teilt mit, die italienischen Behörden hätten schließlich eingelenkt und das Einlaufen zugelassen. Das Schiff werde jedoch beschlagnahmt.

Die Alan Kurdi und die Mare Jonio warten unverändert auf See darauf, einen sicheren Hafen für die Geretteten an Bord zugewiesen zu bekommnen.

: Sondertreffen einiger EU-Staaten im September

Vor dem Hintergrund der sich wiederholenden Blockaden von Schiffen, die im zentralen Mittelmeer Menschen aus Seenot gerettet haben, wollen fünf Staaten der Europäischen Union am 19. September zu einem Sondertreffen zusammenkommen. An dem Treffen wollen Italien, Malta, Frankreich, Finnland und Deutschland teilnehmen. Die Länder wollen eine Übergangsregelung zur Umverteilung finden, die verhindern soll, dass Italien und Malta Schiffen mit geretteten Menschen die Einfahrt in ihre Häfen verwehren.

[Quelle: Der Standard]

: Dramatische Situation auf der Eleonore

Die Situation auf der Eleonore spitzt sich weiter zu. Am gestrigen Dienstag wurden zwar Wasser und Lebensmittel auf die Eleonore geliefert. Doch Malta verweigert weiterhin das Recht auf Einfahrt in einen Hafen.

Unterdessen hat der scheidende italienische Innenminister, Salvini, auch dem unter italienischer Flagge laufenden Schiff Mare Ionio, das gestern 100 Menschen aus Seenot gerettet hatte, die Einfahrt in einen italienischen Hafen verwehrt. Die Mare Ionio kreuzt außerhalb der italienischen Hoheitsgewässer vor Lampedusa. Sie ist mit einer Länge von 38 m und einer maximalen Breite von 9 m deutlich größer als die Eleonore (20 m Länge, 5 m Breite), ist aber ebenso wenig dafür geeignet, dass mehr als 100 Menschen sich längere Zeit auf dem Schiff aufhalten.

[Quellen: Der Standard; www.vesselfinder.com]

: Mario Ionio rettet 100 Menschen

Am heutigen gegen halbneun hat die Mare Ionio, das Schiff der italienischen Organisation Mediterranea Saving Humans, 100 Menschen aus Seenot gerettet, darunter 26 Frauen und 22 Kinder unter zehn Jahre. Einige der Geretteten haben Wunden, die durch Folter verursacht wurden [Meldung auf www.tagesschau.de]. Die Mare Ionio läuft unter italienischer Flagge.

Während dessen ist die Situation auf der unter deutscher Flagge laufenden Eleonore unverändert dramatisch. Malta und Italien verweigern dem Schiff weiterhin die Einfahrt in einen sichern Hafen.

: Malta verweigert der Eleonore Unterstützung

Malta und Italien verbieten der Eleonore, dem Schiff der Organisation Mission Lifeline, die Einfahrt in ihre Hoheitsgewässer. Malta geht sogar noch weiter und verweigert die Belieferung mit Wasser und Nahrungsmitteln. Das teilt der Kapitän der Lifeline, Claus-Peter Reisch, über den Twitter-Account der Organisation mit. Die Regierungen von Malta und Italien betreiben damit offenbar gezielt die Eskalation der Situation auf dem Schiff.

Das Libyen-Büro der Internationalen Organisation für Migration, einer Organsiation der UN, meldet auf Twitter, dass es heute vor Khums, Libyen, zu einer Schiffskatastrophe kam. Ein Boot mit Flüchtlingen havarierte vor der libyschen Küste. Etwa 60 Überlebende konnten sich retten. Wahrscheinlich sind etwa 40 Menschen ums Leben gekommen, darunter Frauen und Kinder.