: Mahnwache am Samstag, 17.08.2019

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Seebrücke Freiburg,

die humanitäre Situation auf dem Mittelmeer ist erschütternd und spitzt sich weiter zu:

    Auf der Open Arms warten seit über 2 Wochen 147 Menschen darauf, an Land gehen zu dürfen. Ein Gericht auf Lampedusa hat zwar entschieden, dass das Schiff aus humanitären Gründen Lampedusa ansteuern darf. Noch durften die Geflüchteten jedoch noch nicht an Land gehen, auch nicht nachdem sechs europäische Länder die Aufnahme endlich zugesagt hatten.
    Die Ocean Viking hat zwischenzeitlich mehr als 350 Personen an Bord, die ebenfalls nicht zu einem sicheren Hafen gebracht werden dürfen. Malta hat der Ocean Viking zudem das Tanken verweigert.

Die Seebrücke Freiburg wird anlässlich dieser unhaltbaren Zustände eine Mahnwache organisieren:

Samstag, 17.08.2019 von 15.00 bis 17.00 Uhr im Colombipark

Bitte kommt zahlreich und protestiert für die Rettung geflüchteter Menschen, für ihre Aufnahme in sichere Häfen und gegen die inhumane Politik der europäischen Staaten!

: Notstand der Menschlichkeit

Bundesweit kam es am Samstag, den 06.07.2019, zu Demonstrationen des Bündnis Seebrücke. Auch in Freiburg demonstrierten wir ab 11 Uhr vor dem Rathaus unter dem Motto "Notstand der Menschlichkeit", um so auf die unerhörten Zustände auf dem Mittelmeer hinzuweisen.

Insgesamt folgten gut 800 Menschen unserem Aufruf und forderten:

Sichere Fluchtwege
Sichere Häfen für die Geretteten
Ein faires und Verfahren zur Verteilung der geretteten Menschen in Europa und
Ein Ende der Abschiebungen von Geretteten aus Deutschland nach Italien, wo den Menschen keinerlei staatliche Unterstützung zur Verfügung steht.

Vielen Dank für eure Unterstützung am Samstag! Außerdem freuen wir uns über jede weitere Unterstützung auf dem Weg dahin unsere Forderungen zu erreichen!

: Demo vor dem italienischen Konsulat

Die Seebrücke Freiburg traf sich am Mittwoch, den 03.07. ab 16 Uhr vor dem italienischen Konsulat, Augustinerplatz 2, um gegen die Inhaftierung sowie strafrechtliche Verfolgung der Sea Watch Kapitänin Carola Rackete zu demonstrieren. Des Weiteren lehnen wir die grundsätzliche Haltung der italienischen Regierung in der Angelegenheit der Seenotrettung ab. Und fordern vor allem aber auch von EU Lösungen. Damit Schiffe mit Geretteten nicht jedes Mal endlos vor den sicheren Häfen Europas ausharren müssen. Dem Konsul haben wir dementsprechend einen Brief mit unseren Forderungen überreicht.

: Mahnwache der Seebrücke Freiburg

Am Samstag, 29.06.2019, um 17.00 Uhr veranstaltete die Seebrücke Freiburg auf dem Platz der Alten Synagoge eine Mahnwache.

Die 40 Geflüchteten der Seawatch 3 sind zwar in Lampedusa an Land gegangen . Die Kapitänin Carola Rackete wurde jedoch festgenommen. Das Schiff hatte die Geflüchteten vor über zwei Wochen gerettet und anschließend keine Erlaubnis erhalten, in einen europäischen Hafen einzulaufen.

: Zur Zeit keine aktuellen Nachrichten

Bis auf weiteres gibt es auf unserer Seite keine aktuellen Nachrichten, weil wir nicht die Ressourcen haben, die dazu erforderlich wären.

: Moonbird seit heute wieder im Einsatz

Moonbird, das Suchflugzeug der zivilen Rettungsorganisation Sea-Watch, ist am heutigen Mittwoch Morgen wieder zu einem Einsatz über der zentralen Mittelmeerroute gestartet. Das teilt Sea-Watch auf Twitter mit. [Meldung Sea-Watch] Zuvor war das Flugzeug mehr als drei Monate auf Malta festgehalten worden. [Meldung Tagesanzeiger] Zuletzt hatte Sea-Watch sich juristisch gegen die Blockade zur Wehr gesetzt und sich zugleich direkt an den Ministerpräsidenten von Malta gewandt. [Unsere Meldung vom 12.9.2018]

: Neue Mission privater Rettungsorganisationen vor Libyen

Die private Rettungsorganisation Sea-Watch hat ein neues Schiff, die Mare Jonio, ausgerüstet, das vorausichtlich morgen die Zone vor den libyschen Hoheitsgewässern erreichen wird. Sea-Watch will mit diesem Schiff in erster Linie patroullieren und nur dann selbst Rettungsaktionen durchführen, wenn das unvermeidbar ist. [Meldung ard] Die Mare Jonio ist mit einer Länge von 37 m etwa halb so groß wie die Aquarius. Sie wird begleitet von der Astral, einem Schiff der spanischen privaten Rettungsorganisation Proaktiva Open Arms. [Twitter-Meldung Open Arms]

: Kein ziviles Rettungsschiff mehr im zentralen Mittelmeer

 Heute hat die Aquarius, das Rettungsschiff der Organisation SOS Mediterranee, in internationalen Gewässern vor Malta 58 Personen, die aus Seenot gerettet worden waren, an ein Schiff aus Malta übergeben, das sie in Europa in Sicherheit bringt. Die Aquarius kann nicht in die Rettungszone vor Libyen zurückkehren, weil sie zunächst eine neue Registrierung braucht. [Meldung SOS Mediterranee]

: Vier Schiffe ignorieren den Notruf eines Schlauchbootes in Seenot mit etwa 100 Personen an Bord

Am 25.9.2018 sichtete Colibri, das Flugzeug der französischen Hilfsorganisation Pilotes Volontaires, ein Schlauchboot mit etwa 100 Personen an Bord in Seenot. Colibri setzte einen Notruf ab und informierte die Seenotrettungsleitstelle in Rom. Ein Handelsschiff und ein Marineschiff gaben den Notruf weiter, boten aber keine Hilfe an. Zwei weitere Handelsschiffe passierten die Region, ohne zu helfen. Das berichtet Pilotes Volontaires auf Twitter. [Twitter-Nachricht]

: Italien hat Panama erpresst

 Italien hat Panama damit erpresst, Schiffen, die unter der Flagge Panama laufen, die Einfahrt in italienische Häfen zu verweigern, wenn Panama der Aquarius die Flagge nicht entzieht. Das teilt die Reederei, der die Aquarius gehört, bei EuroNews mit. [Video euronews]