21.7.2018 Kundgebung mit Claus-Peter Reisch

"Hätte ich die Menschen ertrinken lassen, hätte man mich nicht vor Gericht gestellt."

Kundgebung mit Claus-Peter Reisch, Kapitän der Lifeline , am 21.7.2018 in Freiburg auf dem Platz der alten Synagoge

Die Lifeline hatte Anfang Juli 2018 Wochen 234 Flüchtlinge vor der libyschen Küste gerettet und war danach tagelang über das Mittelmeer geirrt, weil Italien und Malta zunächst ein Anlegen verweigerten. Schließlich durfte das Schiff in Malta anlegen, wurde aber von den Behörden beschlagnahmt, s. z.B.: tagesschau.de/ausland/lifeline-kapitaen-101.html

Claus-Peter Reisch berichtete in Freiburg von den Einsätzen den Lifeline und von dem aktuellen Gerichtsverfahren, das maltesische Behörden unter fadenscheinigen Gründen gegen ihn angestrengt haben. Rede Claus-Peter Reisch (Audio)

Die Historikerin Großmann erinnerte an die Konferenz von Évian. Vom 6.bis zum 15.7.1938 diskutierten 32 Staaten und 24 Hilfsorganisationen die Situation der Menschen, die aus Deutschalnd flohen, weil sie als Jüdinenn und Juden verfolgt wurden. Nur die Dominikaniosche Republik war bereit, Flücjtlinge aus Deutschalnd aufzunehmen.

Georg Albiez, der als Arzt auf der Lifeline mitfuhr, berichtete von der furchtbaren Situation in Libyen.

Roland Rosenow erinnerte daran, dass die Grundrechtecharta der Europäischen Union und die Europäische Menschenrechtskonvention des Europarates die Staaten Europes dazu verpflichten, zu tun, was ihnen möglich ist, um die menschengemachte Katastrophe im Mittelmeer sofort zu beenden. Rede Roland Rosenow (Text)

Bericht Badische Zeitung